800.000 Sandsäcke von freiwilligen Helfern auf Autobahnrasthof befüllt

Seit den Nachmittagsstunden des 06.06.13 sind ca. 500 freiwillige Helfer zusammen mit der Bundespolizei, THW und der Bundeswehr im Einsatz um 800.000 Sandsäcke zu befüllen. Anfangs begann die Bundespolizei mit einem Großaufgebot. Nach und nach rückten freiwillige zivile Helfer nach und arbeiteten so, Hand in Hand mit der Polizei und dem THW. Gegen 21:00 Uhr war für die Bundespolizei eigentlich Schichtwechsel geplant. Daraus geworden ist jedoch Feierabend, da eine Flut an freiwilligen Helfern den Rastplatz am Dresdner Tor in Beschlag nahm. Bis in die Morgenstunden wurden hier im Akkord Sandsäcke befüllt. Diese Sandsäcke werden am 07.07.13 ab Vormittag von der Bundeswehr mit Hubschraubern in ganz Sachsen verteilt, an Orte wo Deiche aufweichen bzw Sandsäcke dringend benötigt werden. Der Rastplatz Dresdner Tor, Fahrtrichtung Dresden ist seit Donnerstagmittag für LKW gesperrt.

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Katastrophenschutz Aue im Krisengebiet Riesa im Einsatz

Seit Dienstag sind ehrenamtliche Helfer des Katastrophenschutzzuges der Johanniter Aue, im Krisengebiet bei Riesa im Einsatz. Die Hauptaufgabe lag bis heute darin, die Kameraden des Ortsverbandes Riesa und Meißen zu entlasten und zu unterstützen. Heute rückt ein weiteres Team aus Aue nach und übernimmt den Einsatz komplett. Hauptaufgabe ist es, die Helfer von Bundeswehr, Feuerwehr und weitere Helfer zu verpflegen. Hierfür ist eine mobile Feldküche aufgebaut. Derzeit werden ca. 300 Essen (Frühstück-Mittag-Abendbrot gesamt ca. 900) zubereitet. Die ehrenamtlichen Helfer verschafften sich vor Ort einen Überblick über das Geschehen der Ortschaften rund um Riesa, welche vollständig evakuiert wurden. Es ist nicht auszuschließen, dass noch weitere Kräfte und Mittel nachrücken werden.

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Notfahrplan Zwickau – Aue – Johangeorgenstadt

http://www.erzgebirgsbahn.de/erzgebirgsbahn/view/mdb/erzgebirgsbahn/aktuelles/pdf/mdb_115464_kbs535_ab0606.pdf

Hier der Notfahrplan der Erzgebirgsbahn. Dieser tritt ab 06.06.2013 in Kraft. Bitte informiert euch auf der Seite der Erzgebirgsbahn über weitere Änderungen bzw. Aufhebung unter:

http://www.erzgebirgsbahn.de/erzgebirgsbahn/view/fahrplan/verkehrsmeldungen/baustelleninfo.shtml

Informationen zur Talsperre Eibenstock

Seit Sonntag kursieren wilde Gerüchte über die Talsperre Eibenstock. Für Dreharbeiten war ich selbst an der Talsperre und habe auch mit dem Staumeister, dem Umweltminister und dem Verantwortlichen der Landestalsperrenverwaltung sprechen können. Fotos habe ich hier ja schon zahlreich veröffentlicht. Vielleicht hätte ich diese detailiert beschreiben sollen. Dies hole ich jetzt nach.

Die Talsperre Eibenstock wurde seit 27.05.2013 vorsorglich abgelassen. Abgelassen bedeutet, das 35qm/sec abgegeben wurden. Dieser Wert gilt als völlig “harmlos” und schadensfrei, sprich ohne Folgen für die Pegel der Flüsse und Anwohner.

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Dieses Bild zeigt das Ablassen der Talsperre Eibenstock. Aus den Rohren unterhalb der Talsperrenmauer wird Wasser abgegeben.

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Auf diesem Bild gut zu erkennen die Talsperre läuft über (oben am Kamm) und unterhalb wird weiter durch die 2 Rohre weiter Wasser abgegeben. Hier ist wichtig zu erwähnen, dass der Ablass so geregelt wurde, dass dieser verringert wurde umso mehr Wasser über den Überlauf abgegeben wurde. Man hat so versucht, die 35qm/sec so lange wie möglich zu halten. Dies war allerdings nur für ca. 2 Stunden möglich diesen Pegel zu halten. dann wurde der Ablass unterhalb der Talsperre komplett geschlossen.

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Dieses Bild zeigt, wie das Wasser aus der Talsperre über den Überlauf fließt. Dieser ist fest und nicht verstellbar. Seit überlaufen der Talsperre hier, hat man keinen Einfluss mehr und kann die Menge des Abflusses nichtmehr regulieren.

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Auf diesem Bild gut zu erkennen, das Wasser kommt von oben über die Schanze und die Ablassrohre sind geschlossen und geben kein Wasser ab. Also die Talsperre wird nicht abgelassen sondern sie läuft über.

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Hier ein Bild vom Überlauf Richtung Tal, hier sieht man wie das Wasser überläuft, unkontrolliert.

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Hier ein Bild von der Staumauer komplett, von der Seite aufgenommen. Gerüchte das sie bereits Risse hat und bröckelt, können also nicht bestätigt werden. Das ist normale Bauweise und das sieht immer so aus!!!!!!

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Hier sieht man das Überlaufen nochmal komplett im Bild.

Fazit: Die Talsperre Eibenstock läuft seit Sonntag über. An den Pgelen war davon nicht viel zu spüren. Die Mauer hält dem Druck stand, denn dafür ist ja der Überlauf da, um genau das zu verhindern das die Mauer bricht, reist oder sonst was. Mehr Wasser konnte vorher nicht aus der Talsperre abgelassen werden, da dies eine Trinkwassertalsperre ist und den Raum Zwickau und Chemnitz mit Trinkwasser versorgt und somit immer ein großer Betriebsraum benötigt wird. Es ist auch nicht geplant das die Talsperre die kommenden Tage extremst abgelassen werden muss bzw wie von vielen behauptet, hier ein Notablass erfogeln muss.

Sicherlich wird in den kommenden Tagen wieder ein normaler Pegel an der Talsperre durch geregeltes Ablassen hergestellt. Aber selbst der Richtwert von 35qm/sec wird hierbei nicht erreicht werden.

Ich hoffe ich konnte jetzt den Gerüchten der drohenden Flutwelle und dem Notablass und dem Brechen der Staumauer usw. etwas Wind aus den Segeln nehmen. Es ist mir sehr wichtig solchen Gerüchten vorzubeugen. Ich denke die Situation ist so schon für viele Menschen schlimm genug.

Liebe Grüße, Daniel Unger